Analog oder digital Mischen: Ein Vergleich

Das neue Album von Avril Lavigne bietet eine interessante Gelegenheit, analoge und digitale Mixe von zwei sehr bekannten Toningeneuren zu vergleichen. Die Seite von Home Recording Boot Camp bietet hierzu eine Wav-Datei in 44.1kHz und 16bit an, in der zwei Mixe aus dem Album im A/B-Vergleich zu hören sind.

Der erste Mix wurde von Serban Ghenea in Pro Tools erstellt, während der zweite Mix von Chris Lord-Alge auf einer analogen SSL-Konsole entstanden ist. Beide Samples sind vom selben Album und wurden von den selben Künstlern mit dem selben Aufwand und Equipment aufgenommen. Natürlich sind die Unterschiede in der Mixing-Technik deutlicher zu hören als die Unterschiede zwischen analog und digital und man sollte sich vor Augen führen, dass dies kein wissenschaftlicher Test ist.

Interessant ist dieser Vergleich nichtsdestotrotz.

Both samples are from the same album, by the same artists, mastered by the same mastering engineer. I did my best to find sections that are similar in tempo and arrangement to eliminate as many variables as possible and hear the work of two great mixers with different tools.

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Lesermeinungen (18)

zu 'Analog oder digital Mischen: Ein Vergleich'

  • Atmosfear
    26. Nov 2007 | 18:19 Uhr Antworten

    Besser bei so einem Test ist natürlich immer,wenn man vorher nicht weiss,welcher welcher ist.Allerdings glaube ich,dass ich richtig geraten hätte,die Analoge Mischung,hier abgehört auf meinen Adam P22-a und auf Infinity Kappa 8 HiFi Lautsprechern klingt deutlich wärmer und wohliger fürs Ohr.Eine gute Analoge Mischung klingt eben doch immer etwas homogener und angenehmer

    Greetz

  • carlos (delamar)
    26. Nov 2007 | 21:44 Uhr Antworten

    Mag sein, dass Du recht mit Deiner Einschätzung hast, aber: glaubst Du nicht, dass die Nutzung von EQ durch den Mixing-Engineer eventuell viel mehr Einfluss auf das Endergebnis hatte als das analoge Pult?

    (Ganz abgesehen von psycho-akustischen Effekten durch selektive Wahrnehmung)

  • Atmosfear
    28. Nov 2007 | 18:12 Uhr Antworten

    Da hast du sicherlich recht,und natürlich spielt auch die Hörgewohnheit eine nicht zu unterschätzende Rolle.Da ich in musikalisch in den Spät 70ern-früh 80ern gross geworden bin,wo es so kaum bis keine digitale Mischung gab,.íst mein Ohr dahingehend “geeicht,will heissen,ich empfinde oftmals eine Analoge Mischung als wohliger.Das ist natürlich ein rein subjektiver Eindruck.Auch die heute übliche Überkomprimierung von Audio Material führt bei mir bisweilen zur Gesichtsentgleisung wie der biss in eine Zitrone :)

    Und nun noch der Clou:ich selbst mische heute rein Digital,weils günstiger und komfortabler ist :)

  • carlos (delamar)
    28. Nov 2007 | 20:42 Uhr Antworten

    Naja, wer nicht gerade tausende von Euros in seine Konsole investieren möchte, damit er alle Möglichkeiten hat ist gut mit einer digitalen DAW beraten.

    Darf ich fragen, welche Du nutzt?

  • Atmosfear
    29. Nov 2007 | 21:28 Uhr Antworten

    Meine externen Signale laufen über ein Mackie Onyx 1640 in einen PC
    mit Cubase 4 und ich bin sehr zufrieden mit dieser Kombination

  • carlos (delamar)
    29. Nov 2007 | 22:32 Uhr Antworten

    Ah interessant, die Onyx Pres. Wie findest Du sie? Ich hatte sie ja vor kurzem bei der Mackie Satellite getestet und für den Preis waren die schon nice.

    http://www.delamar.de/testbericht-mackie-onyx-satellite/

  • Atmosfear
    30. Nov 2007 | 17:48 Uhr Antworten

    Das Mackie Onyx klingt sehr sauber und Clean,und die EQs sind besser als alles,was die Sequencer so mitbringen.Da ich eh kaum VST-I benutze fand ich das Preis-Leistungsverhältnis einfach unschlagbar,wenn man bedenkt,was man für Hi-End VST Eqs so ausgeben muss :)
    Ressourcenschonend für den PC ist es auch noch,ich jedenfalls werde länger keinen Quad Core Rechner zum musizieren brauchen :)

  • carlos (delamar)
    30. Nov 2007 | 18:35 Uhr Antworten

    Hätte nicht gedacht, dass die EQs so gut sind. Ich fand den Sound der Mackie Pres wie gesagt gut, würde die der FF aber weiter vorziehen. Die finde ich etwas detailreicher.

    Habe das aber nicht blindlings getestet und könnte daher auch falsch liegen ;)

  • Atmosfear
    01. Dez 2007 | 23:22 Uhr Antworten

    Kann sogar sein,dass die FireFace Pres wirklich noch einen ticken besser sind,und ich habe auch lange geschwankt,allerdings haben mich die vielen Inputs,die ich für meine vielen Hardware Synthesizer brauche und die wirklich genialen EQs letztendlich überzeugt.Das Fireface plus ein ADAT wären dann doch um einiges kostenintensiver geworden als das Mackie Onyx.Auch ein Entscheidungsgrund war natürlich die Haptik.Direktes eingreifen ohne Maus oder,die in Cubase doch recht holperige Einbindung von diversen Remote Controls,machen einfach Spass und es geht alles viel schneller von der Hand :)

  • carlos (delamar)
    02. Dez 2007 | 23:00 Uhr Antworten

    Für mich war der Entscheidungsgrund für die RME der Treiber. Der ist einfach ungeschlagen. 1,5ms sind kein Problem und mehr als 10ms hab ich selbst bei annähernd 100% Last nicht einstellen müssen.

    Natürlich sind Bedienelemente eine nette Sache und der Preis bei RME ist tatsächlich nicht das, was man billig nennt :)

  • Sib
    19. Nov 2008 | 20:53 Uhr Antworten

    Ich finde beide Mixe super! Der SSL Part erscheint mir etwas bounciger, was aber natürlich nicht unbedingt an der Console liegen muss. Man bräuchte einfach zwei identische Stücke, um es zu vergleichen, am besten noch vom selben Engineer.

    Und mal ehrlich: Der Endkunde hat da eh keine Ahnung davon und hört es als MP3 auf einer beschissenen Abhöre. Was das Lied ausmacht, bringt wohl auch ein DAW Mixer hin.

    Peace!

  • carlos (delamar)
    20. Nov 2008 | 11:20 Uhr Antworten

    Wohl wahr…aber wir Musikproduzenten sind eben doch sehr technikverliebt und lassen uns auch gerne von gutem Marketing beeinflussen…

  • Sib
    30. Nov 2008 | 20:49 Uhr Antworten

    Ich verstehe voll, was du meinst. Allein schon die Haptik macht ja einen Reiz aus, die Optik einer solchen Konsole auch.

    Beim Marketing habe ich immer den Eindruck, diese Firmen wollten einem das Gefühl vermitteln, dass man mit dem alten Zeug keine Musik mehr machen könnte und man den neuen Kram unbedingt bräuchte, was ja totaler Quatsch ist.

  • marc
    27. Mrz 2009 | 11:02 Uhr Antworten

    Hi….
    Ich hab da mal eine Frage. (Sorry hab nix gefunden wo die sonst reinpassen würde)
    Ich habe seit kurzem Battery 3.
    Ich komme so sehr gut damit klar, spiele die drums jedoch immer per Midi Keyboard ein, da ich nicht weiß wo der “PLAY” knopf ist?!
    Im Handbuch steht auch immer nur “…bla bla, spielen sie ihr arrangemant ab…bla”. Ja aber wie denn???
    Hoffe mir kann jemand helfen….
    Vielen Dank

  • Dominik
    04. Mrz 2010 | 19:17 Uhr Antworten

    Ich finde den Test zwar interessant, aber auch fragwürdig. Man müsste, wie hier schon angemerkt, wirklich zweimal den selben Song mischen und dann möglichst exakt gleich.

    Ich finde zwar auch, dass der SSL-Mix, irgendwie “wärmer”, räumlicher und weicher klingt, aber das mag vielleicht u.a. auch einfach an der anderen Instrumentierung liegen. Und am Mix(ing Engineer) an sich, nicht zwangsläufig an der Technologie.

    Im übrigen finde die Drums beim Protools-Mix wesentlich punchier. DAS wäre doch eigentlich ein Argument für analogen Mix…

  • Bernhard Vosseler
    02. Aug 2010 | 23:04 Uhr Antworten

    Natürlich hat sich von Euch niemand die Mühe gemacht, zu überprüfen, ob das überhaupt unterschiedliche Mixes sind.

    Wenn man beide Mixes phasengedreht übereinanderlegt, bekommt man absolute Stille als Ergebnis!!!!!

    ES SIND DIE GLEICHEN MIXES!!!!

    IHR HABT EUCH MAL SO RICHTIG VERARSCHEN LASSEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Des Kaisers neue Kleider…………………..

    niemand hört einen Unterschied doch alle sagen, Sie hören ihn

  • doc-hermann
    01. Aug 2013 | 18:07 Uhr Antworten

    Das ist wie bei der Weinprobe,
    die am meisten schwätzen, schmecken am wenigsten
    Die Menschen fangen als Musiker an und werden dann so lange
    von der Industrie und den ” Experten” bearbeitet, bis sie
    zu musikalischen Briefmarkensammlern geworden sind.

  • der_klingelmann
    05. Okt 2014 | 09:07 Uhr Antworten

    Wenn einige den analogen Mix wegen mehr Wärme bevorzugen wäre es mal interessant den Digimix über einen Röhrenprozessor laufen zu lassen. Und was ist dann besser?

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